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20. Mai 2011

Der sinnlose Zwang zur Produktivitätssteigerung macht in Stuttgart weit über 600 Arbeitsplätze platt

Laut Stuttgarter Zeitung vom 20.05.2011 streicht der Buchgroßhändler Koch Neff bis 2015, 600 Stellen in Stuttgart. Die tatsächliche Zahl ist jedoch viel höher, weil darin befristete und durch normale Fluktuation ausscheidende Mitarbeiter, deren Stellen nicht neu besetzt werden, nicht enthalten sind - so die Gewerkschaft ver.di.

In Köln sollen zusätzlich noch mindesten 300 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Logistik soll an einem zentralen Standort in Mitteldeutschland konzentriert werden.

Der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der LINKEN Ulrich Maurer verurteilt diese Pläne aufs schärfste:

 "Nun ist in besonderem Maße die Solidarität unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gefragt". Maurer weiter: "Diese Stuttgarter Traditionsunternehmen darf nicht widerstandslos den Profitinteressen und sinnlosen Zwängen der Produktivitätssteigerung geopfert werden. So werden Arbeitnehmer innerhalb von Deutschland gegeneinander ausgespielt." Deswegen unterstützt er die Forderung der Gewerkschaft ver.di, jetzzt einen Standortsicherungstarifvertrag abzuschließen.