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10. Februar 2011

Angst vor der Waffenlobby

Angesichts des heute ergangenen Urteils gegen den Vater des Amokschützen von Winnenden erklärt Ulrich Maurer, Bundestagsabgeordneter aus Baden-Württemberg, Stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE:

"Das Strafmaß von einem Jahr und neun Monaten ist nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von zwei Jahren geblieben. Das Gericht hat aufklärerisch gearbeitet. Ich stelle aber die Frage: Was muss in diesem Land noch geschehen bis die Politik tätig wird?

 Man kann solche Tragödien nie zu 100 Prozent ausschließen, aber wenn die Politik Willens wäre, könnte sie die Gefahr eindämmen. Die Lagerung von Waffen muss in Privathaushalten einschränkt werden. Man muss ein zentrales Waffenregister und ein Waffenführerschein einführen, der durch eine staatliche Stelle ausgegeben und immer wieder erneuert werden muss. Großkalibrige Schusswaffen dürfen nur noch in Safes von Schützenvereinen oder zentral überwachten Lagerstellen aufbewahrt werden.

Schwarz-Gelb hat im Bund um im Land in den letzten Jahren aus Angst vor der Waffenlobby versagt."